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Schenkung vom Schloss Rougemont

17 Scherenschnitte – Kunst aus zwei Jahrhunderten

Vom 16 mai bis 31. Oktober 2015
Grand Rue 107, 1660 Château-d’Oex

Das Schloss

Erbaut 1569 als Wohnsitz für die das Pays-d’Enhaut regierenden Berner Landvögte, wurde das Schloss in der Mitte des 18. Jahrhunderts erneuert. Nachdem die Berner infolge der Waadtländer Revolution 1798 verjagt wurden, blieb das Schloss bis 1902 in Händen der Bürger von Rougemont. Es wechselte mehrmals den Besitzer, bis es am 24. Februar 1924 von William Hallam Tuck erworben wurde.Nach einem Brand im Februar 1973 liess die Familie Tuck mit grossem finanziellen Einsatz das Schloss gemäss den alten Plänen wieder aufbauen, womit sie ihre Anhänglichkeit an unsere Region bezeugte. Nach dem Hinschied von Edward Hallam wurde das Schloss an ein befreundetes Paar, John und Polly Guth verkauft. Diese Beiden sind die grosszügigen Spender der Scherenschnittsammlung, über die wir hier schreiben.

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Eine grossartige Schenkung

Im Jahr 1950 erstellte Dr. Constant Delachaux ein Inventar der ihm bekannten Scherenschnitte, unter anderen die neun von Hauswirth geschaffenen, welche William Hallam Tuck gehörten, denn  schon zu der Zeit war der Schlossbesitzer sehr an dieser für das Pays-d’Enhaut typischen Kunst interessiert. Dieser Kunstschatz wurde im Jahr 1973 aus dem Brand des Schlosses gerettet und zwar Dank dem Mut und der Geistesgegenwart von David Rossier, damals Antiquitätenhändler in Rougemont, der unter Lebensgefahr in den grossen Salon eindrang und die Kunstwerke in Sicherheit brachte. Als Frau Polly Guth das Schloss verkaufte, wollte sie, dass die dort befindlichen Scherenschnitte in Erinnerung an Edward Hallam Tuck und seiner Familie im Pays-d’Enhaut blieben. Das Museum von Château-d’Oex war der richtige Ort, um diesen Kunstschatz zu bewahren und von seinen Besuchern bewundern zu lassen. Wir freuen uns deshalb, Ihnen diese Scherenschnitte zeigen zu können.

Danksagung

Nochmals möchten wir John und Polly Guth unseren Dank aussprechen, dass sie das Museum du Pays-d’Enhaut so grosszügig bereichert haben. Im Laufe der Kontakte, die wir in letzter Zeit haben konnten und auch Dank unserer Nachforschungen, sind wir uns bewusst geworden, in welchem grossen Masse die Familie Tuck und auch Herr und Frau Guth dem Pays-d’Enhaut, dem Dorf Rougemont und vor allem dem Schloss verbunden waren. Im Namen aller Bewohner unserer Region möchten wir ihnen von ganzem Herzen danken.

Jean-Frédéric Henchoz, Konservator